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19.06.2013 06:00

Haselünner Schüler machen chemische Experimente

Besuch der Firma Esders


Fotos: Corinna Maatje

Haselünne. Chemie ist für viele Schülern nicht gerade eines der Lieblingsfächer, denn viele sehen nicht den Sinn und Zweck des Unterrichts, in dem es um Formeln, Verbindungen und um die Elemente geht. Den Achtklässlern des Kreisgymnasiums St. Ursula Haselünne dürfte es jetzt anders gehen.

Im Rahmen der Lernpartnerschaft Haselünne/Herzlake wurde ihnen beim Besuch der Firma Esders GmbH anhand von praktischen Beispielen gezeigt, für welchen Berufszweige die Inhalte des Chemieunterrichts doch sehr nützlich sein können.

Zunächst führte Ausbilder und Serviceleiter Joachim Budtke die rund zwanzig Schüler durch das Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Messgeräten, Software und Systemlösungen für den Gas-, Wasser- und Abwasserbereich spezialisiert hat. Er erklärte dabei einzelne Produktionsstationen und wichtige Abläufe. Anhand einer Präsentation zur Firmengeschichte und Produkten zeigte Budtke einige interessante Wege auf, unsichtbare und geruchslose Gase messbar zu machen und testete dabei auch das Wissen der Achtklässler zu diesem Thema.

Als Nächstes durften die Schüler selbst an vier Stationen praktische Experimente durchführen, die sie im Unterricht theoretisch behandelt hatten. Dabei umfasste jede Station ein bestimmtes Thema: zum einen Luft und Luftdruck, des Weiteren Gas, Gasdruck, Gasbeschaffenheit und -zusammensetzung. Außerdem chemische Reaktionen, Widerstände bestimmen und kontrollieren sowie die Löt-Station.

In Gruppen eingeteilt, brauchten die Schüler neben einer kräftigen Lunge bei der Druck-Station und einem kühlen Kopf beim Errechnen von Widerständen auch ein ruhiges Händchen beim Löten. Betreut wurden die Gymnasiasten dabei von den Auszubildenden der Firma Esders, die die einzelnen Stationen zusammen mit Joachim Budtke vorbereiten hatten.

Dabei gehörte die Löt-Station zu den Favoriten der Schüler. „Hier konnten wir am meisten selber machen“, sagte Eva Forsting. Aber auch einiges aus dem Chemieunterricht konnten die Schüler an diesem Tag bei der Firma verwenden „Die Formelzeichen haben mir an den Stationen weitergeholfen“, so Marius Telkmann. Das war auch die Meinung der anderen Schüler, die durchweg begeistert waren vom Besuch bei dem Unternehmen.

Ziel der Lernpartnerschaften ist es, den Schülern zu vermitteln, dass gutes Schulwissen im Berufsleben nützlich sein kann. „Außerdem sind wir bemüht, Schulen und Unternehmen unter anderem für bevorstehende Praktika oder Ausbildungen zusammenzuführen, sodass eine Win-Win-Situation entsteht“, so Aloys Mersmann, Projektmanager des Initiators Wirtschaftsverband Emsland. Zudem geht es um die Festigung des erlernten Unterrichtsstoffs.

Quelle: Meppener Tagespost